Gesundheitsförderung durch Personalentwicklung - Ein Präventionskonzept für die Altenpflege
Stress in der Pflege
Mit der Einführung der zweiten Stufe der Pflegeversicherung hat sich die Arbeitswelt in den Einrichtungen der Altenhilfe spürbar verändert: Durch zunehmenden Kostendruck und Personalnotstand haben sich die Arbeitsabläufe verdichtet und die ohnehin hohen Belastungen für die Beschäftigten weiter zugenommen. Das äußert sich oft in körperlichen oder psychischen Beschwerden.
Personalentwicklung als Prävention
Angesichts dieser Sachlage hat die BGW ein Qualifizierungsprogramm für die Einrichtungen der Altenhilfe entwickelt, das bedarfsgerecht an betrieblichen Situationen angepasst werden kann.
- Personalentwicklung, d.h.:
- Förderung sozialer, organisatorischer und personeller Kompetenzen der Mitarbeiter und Führungskräfte
- bessere Einschätzung und Nutzung eigener Handlungsmöglichkeiten durch die Teilnehmer
- einen wesentlichen Beitrag zur Bewältigung der beruflichen Anforderungen und damit zur Gesundheitsförderung der Beschäftigten leisten
- Die Rahmenbedingungen der Qualifizierung
- Umfassende Information aller Beteiligten über Ziele und Inhalt der Maßnahme
- Teilnehmerzahl: 6 - 12
- Freiwillige Teilnahme
- Teilnahme wird als Arbeitszeit angerechnet
Die Teilnehmer und das Trainingsprogramm
Zielgruppen des Programms sind examinierte Pflegekräfte und Aushilfen sowie Leitungskräfte. Die Qualifizierung erfolgt innerhalb eines Trainings, dessen Umfang sich nach dem Bedarf der Einrichtung richtet. Im Training wird die notwendige Kompetenz vermittelt und anhand von Situationen aus dem Pflegealltag eingeübt.
- Der Trainer
- Verfügt über pädagogische Kenntnisse und Kompetenz in der Altenpflege
- Hat ein umfangreiches Weiterbildungsprogramm durchlaufen
- Bestandteile des Qualifizierungsprogramms
Die Einzelpunkte des Programms sind bedarfgerecht kombinierbar.- Stressimmunisierung
- Kommunikation bewusst gestalten
- Mit Konflikten konstruktiv umgehen
- Selbst organisiertes Arbeiten
- Eigene Interessen selbstsicher vertreten
- Mit Gefühlen konstruktiv umgehen
- Berufs- und Lebensperspektiven entwickeln
- Anleiten und Unterweisen
- Besprechungen leiten (für Leitungskräfte)
- Zeitmanagement (für Leitungskräfte)
- Mitarbeitergespräch (für Leitungskräfte)
Wenn Sie mehr über das Qualifizierungsprogramm erfahren möchten oder Interesse an einer Qualifizierung haben, sprechen Sie uns an.
Betriebliche Gesundheitsförderung durch Personalentwicklung
Bausteine
- Methodische Kompetenz
- Zeitmanagement
- selbst organisiertes Arbeiten
- Besprechung leiten
- Soziale Kompetenz
- bewusst kommunizieren
- Konflikte konstruktiv lösen
- Anleiten und unterweisen
- Personale Kompetenz
- Stressimmunisierungstraining
- mit eigenen Gefühlen konstruktiv umgehen
- Berufs- und Lebensperspektiven entwickeln
- eigene Interessen sicher vertreten
Methodische Kompetenz
- Zeitmanagement
- Arbeitsziele formulieren und an die Arbeitszeit anpassen
- Zeiteinteilung analysieren, Zeitdiebe erkennen
- Strategien für ein ökonomisches Arbeiten entwickeln: kurz-, mittel-, langfristige Ziele formulieren, Prioritäten setzen, Ziele verfolgen
- Selbst- und Fremdkontrollen einführen
Soziale Kompetenz
- bewusst kommunizieren
- Kommunikationstechniken erlernen und anwenden können z.B. Schulz von Thun
- Verständnis für Kommunikation
- Konflikte konstruktiv lösen
- konstruktiv mit Konflikten umzugehen
- Überprüfen eigener Einstellungen
- Aufbau vertrauensbildender Maßnahmen
- offene Kommunikation
Persönliche Kompetenz
- Berufs- und Lebensperspektiven
- Persönliche Stärken und Schwächen analysieren
- Ziele planen
- die gesteckten Ziele umsetzen
- Erfolge kontrollieren
- SIT
- Perspektivenwechsel
- zeitliche Distanz
- Nachahmung
- Vorbeugung
Angenommene Wirkung der Kompetenzförderung auf die Gesundheit
- Kompetenzerwerb
- Erfolgreiche Bewältigung von Anforderungen „Erfolgerlebnis“
- Wahrgenommener Kompetenzzuwachs
- Vorwegnahme auf künftige Bewältigungsstrategien
- Positives Selbstbild
- Erhöhte Arbeits- und Lernmotivation
- Erhöhte Arbeitszufriedenheit und Gesundheit
Leistungsfähige Betriebe durch kompetente Mitarbeiter
- fördert die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter
- steigert die Zufriedenheit und die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten
- senkt den Krankenstand
- verbessert die Arbeitsergebnisse und damit die Betreuungsqualität
- hebt die Leistungsfähigkeit der Einrichtung
- fördert das Betriebsklima
Erstgespräch mit Leitung
- Bedarfsermittlung:
- Ist- Analyse anhand von Anforderungsprofilen
- Bildungsplanung:
- Auswahl geeigneter Maßnahmen
- Klärung der Umsetzungsbedingungen
- Schriftliche Vereinbarung
- Transfersicherung
- Maßnahmen-Konzeption
- Maßnahmen-Umsetzung
- Erfolgskontrolle